Civilization V: Deine Völker der Welt

Die Völker der Civilization V Welt stammen aus vielen verschiedenen Epochen und sind an unterschiedlichen Orten beheimatet. Als besonderes Feature sprechen ihre Anführer in ihrer Landessprache, aber was können die neuen Völker sonst?

Zunächst einmal besitzt jedes Volk eine besondere Eigenschaft, eine besondere Einheit und ein besonderes Gebäude oder eine weitere besondere Einheit. Die besondere Einheit kann schon ein Grund sein einen Krieg zu beginnen, doch die spezielle Eigenschaft ist viel wichtiger, denn sie entscheidet über die Spielweise und Fortschritte des Volkes.

Dunkel ist der Anfang
Zu Beginn eines jeden Spiels ist die Karte schwarz. Der Spieler hat einen Siedler und einen Krieger zur Verfügung. Der Siedler gründet eine Stadt. Der Krieger geht erkunden. Als amerikanischer Krieger hätte dieser und jede andere amerikanische Militäreinheit eine extra Sichtweite und Land könnte 25 % billiger hinzugekauft werden. Engländer bringen bei der Erkundung der Meere den Vorteil mit, dass ihre Schiffe zwei Bewegungspunkte mehr haben, als normale Schiffe. Auch die Deutschen zeichnen sich durch ihre expansiven Eigenschaften aus, so haben sie eine 50 % Chance, dass die besiegten Barbaren sich ihnen anschließen und ihnen zusätzlich 25 Gold spendieren. Bei den Osmanen sieht es ähnlich aus, wie bei den Deutschen. Sie erhalten eine 50 % Chance ein Barbarenschiff zu übernehmen und 25 Gold zu erhalten. Die Songhai gehen radikaler vor. Sie erhalten für jede zerstörte Barbarenstadt dreimal soviel Gold, als jede andere Nation und zusätzlich können ihre verschifften Einheiten sich Selbstverteidigen. Die Azteken sind ein besonderer Fall, denn sie erhalten für jede vernichtete Einheit Kulturpunkte. Zwei weitere Nationen zeigen sich auch als expansiv. Zum einen wären es die Irokesen, die sich durch Wälder und Dschungel bewegen, als wären sie auf flachem Land; und die Japaner, die immer mit voller Kampfstärke angreifen, egal wie beschädigt die Einheit ist.

Der Vorteil dieser Völker zeigt sich in ihrer offensiven Art, die durch Boni belohnt wird. Allerdings darf die Frage gestellt werden, wodurch sich diese Völker auszeichnen, wenn es keine Barbaren mehr gibt? Nur drei von ihnen können ihren Vorteil in späteren Kriegen wahrnehmen: Die Azteken, die Japaner und die Irokesen. Schade um die anderen Völker.

Zivilisationen müssen erst errichtet werden
Neben der Erforschung ist der Aufbau der Civilization wichtig. Neben normalen Gebäuden, können Wunder und Einheiten gebaut werden. Wer sich für den Aufbau der Wunder interessiert, ist mit den Ägyptern gut beraten, denn diese erhalten einen Bonus von 20 % mehr Produktion beim Wunderbau. Die Römer hingegen sorgen für einen Ausbau ihrer Städte, denn Gebäude die schon in der Hauptstadt stehen, werden in allen anderen Städten mit einem Produktionsbonus von 25 % mehr Produktion errichtet. Die erhöhte Produktion kann aber auch von strategischen Ressourcen (z.B.: Eisen) abhängig gemacht werden. So tritt dieser Fall bei den Russen ein, dass eine strategische Ressource die Produktion um eine Einheit erhöht. Zudem sorgt die Eigenschaften der Russen für ein doppeltes Vorhandensein von Pferden, Eisen und Uran. Besitzt Russland eine Quelle Eisenerz die drei Eisen produziert, so verfügt es – dank seiner speziellen Eigenschaft – über sechs Eisen. Arabern ergeht es ähnlich. Ihre Öleinnahme verdoppeln sich und zusätzlich erhalten sie für jede Handelsroute eine extra Goldeinnahme. Die Franzosen sind das einzige Volk, das einen Bonus auf seine Kultur erhält. Denn jede Stadt generiert – bis zur Erfindung der Dampfmaschine – zwei extra Kultur, wodurch gesellschaftliche Entwicklungen schneller eintreten können.

Interaktionen sind der Schlüssel
Einen Stadtstaat zu ignorieren, kann zu Versorgungsmangeln führen, denn diese schenken dem Spieler – bei einem guten Verhältnis – Nahrung und versorgen ihn mit ihren Ressourcen. Für ein besonders effektives und gutes Verhältnis mit diesen Kleinstnationen, sollten die Griechen oder Siamesen als Volk gewählt werden. Bei den Griechen degeneriert das Verhältnis zum Stadtstaat nur halb so langsam, wie normal und der Einfluss steigt hingegen doppelt so schnell, als bei anderen Nationen. Die Siamesen machen sich geradezu von den Stadtstaaten abhängig, denn sie erhalten einen Bonus von 50 % auf die gelieferte Nahrung und Kultur.
Die Inder sind ein sehr interessantes Volk, denn in ihrer speziellen Eigenschaft sind Vorteil und Nachteil gleichzeitig enthalten. Denn die Inder erhalten eine Verschärfung der Unglücklichkeit pro Stadt um 100 %. Gleichzeitig halbieren die Bürger die Unglücklichkeit. Der Spieler erhält also für das Gründen von vielen Städten eine Strafe und kann die Früchte seiner Arbeit erst erhalten, wenn diese Städte wachsen, denn dann greift die Halbierung der Unglücklichkeit der Bürger umso besser.
Zwei Nationen fehlen noch in dieser Aufzählung. Zum einen China, das leider nur für einen erhöhten Ausstoß und eine größere Effektivität von großen Generälen sorgt, und Persien. Bei Persien sind die goldenen Zeitalter um 50 % länger und während diesem Zeitalter erhalten alle Einheiten einen Bewegungsbonus von einer Bewegung und Militäreinheiten erhalten plus 10 % Kampfstärke.

Entscheidungen treffen
Sich für ein Volk zu entscheiden, ist schwierig in Anbetracht der verschiedenen Eigenschaften. Manche sind fast schon nutzlos, andere zu speziell und einige gut gewählt. Es ist auch schade, dass nicht mehr Kultur durch spezielle Eigenschaften der Völker hervorgerufen wird, so dass sich die Franzosen auf diesem Gebiet fast allein hervortun.
Trotzdem ist die Eigenschaft des Volkes nicht Spiel entscheidend, denn die Einstellungen der Sozialpolitik sorgen für weitere Variation im Spiel. So können Kosten gesenkt oder Einnahmen gesteigert werden. Zu Beginn der Geschichte kann der Spieler sich nach mehreren Runden entscheiden, ob er für sein Volk den Weg der Tradition, Unabhängigkeit (Liberty) oder Ehre wählen möchte. Mit der Wahl der Tradition wird die Hauptstadt besser versorgt. Eine Entscheidung für die Unabhängigkeit sorgt für eine erhöhte Siedlerproduktion und den Weg der Ehre einzuschlagen sorgt für höhere Verteidigungswerte gegen Barbaren. Sieben weitere gesellschaftliche Entwicklungen warten.

Demokratie oder Autokratie. Freiheit oder Sicherheit. Entscheide selbst.

Was in Civilization IV noch Regierungsformen und geistige Haltungen waren, sind nun individuelle Einstellungen die für nachträgliche Verbesserungen sorgen und sich gleichzeitig aufeinander aufbauen. Wer also eine erhöhte Produktion wünscht, muss viel Kultur in die Unabhängigkeit (Liberty) investieren und seinem Volk einen persönlichen Schliff geben. Für die Spieler mit besonders viel Ausdauer offenbart das Spiel das Utopia-Projekt, das aber nur begonnen werden kann, wenn fünf Sozialpolitiken vollständig ausgebaut sind. Viel Spaß.

PS: Da ich die englische Version spiele, kann es zu Übersetzungsfehlern kommen.

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