Neuer Glanz für alte Musikstücke

Würde mich die Neon nach dem Soundtrack meines Lebens fragen, so müsste ich zunächst über die Lieder nachdenken, die ich der Neon nennen würde. Manche fallen mir bestimmt sehr schnell ein, bei anderen dauert es länger, aber ich würde ihnen eine Liste der Songs geben, die mich bewegt haben, mit denen ich groß geworden bin und die ich nicht mehr aus meinem Kopf bekomme.

Eins davon ist mit Sicherheit „Irgendwie, Irgendwo, Irgendwann“ von Jan Delay aus dem Jahr 1999. Diese chillige Interpretation ist ein Cover des Originals von Nena. 1984 hatte sie dieses Lied als Single veröffentlicht und erreichte in Deutschland damit Platz 3 der Charts. Dann 25 Jahre nach der Veröffentlichung des Originals und 15 Jahre nach Veröffentlichung des Covers von Jan Delay wurde im Jahr 2009 ein neues Cover von einer Gruppe aus Berlin veröffentlicht. Die Gruppe nennt sich selbst Adoro. Sie ist ein Musikprojekt, das aus fünf Opernsängern besteht, die Musikstücke der deutschen Popgeschichte neu interpretieren. Was sie produzieren, nennt sich Pop-Klassik und lässt sich gut hören. Überzeugt euch selbst:

Nicht nur an Nena haben sie sich heran gewagt, sondern auch an andere Künstler. So ist auf ihrem Album ein Cover von Oli P’s Flugzeuge im Bauch, ein Cover von Ich und Ichs Du erinnerst mich an Liebe und gleich zwei Cover von Xavier Naidoo Songs (Und wenn ein Lied und Dieser Weg) zufinden. Über sieben Brücken hat es übrigens auch auf ihr Album geschafft.

Die Gruppe produziert und veröffentlicht seit 2008 ihre Neuinterpretationen von bekannten Liedern. Doch schon 2007 fanden sich ihre Mitglieder zusammen. Bei einem Vorsingen von Opernsängern wurden die fünf Besten ausgewählt um Teil des Projektes Adoro zu werden. Nico Müller, Jandy Christian Ganguly, Peter Dasch, Laszlo Maleczky und Assaf Kacholi haben dabei die Aufgabe eine Opernarie und einen Popsong zu singen am besten gemeistert und wurden so aus über 200 Kandidaten ausgewählt.

Ihre Aufwertung und Neuinterpretation von alten Liedern und Texten lässt diese in neuem Glanz erstrahlen und macht sie einem Hörgenuss, denn Adoro ist sich selbst sein Motto: Sie beten die Musik an.

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