Mädchen im Bikini und ein Mormone

Religionen machen erfinderisch und das was ihre Anhänger hervorbringen, kann auch mal zum nutzen aller sein. Ein Mormone zeigt in einem Forum zurzeit sein Potential seine Verbote zu achten und hat eine Technik entwickelt, um Mädchen in Bikinis auf Bildern trotzdem anzugucken. Er nennt es: Bubbling.

In einem Forum für Bodybuilding hat er seine Fotobearbeitungstechnik vorgestellt. Er selbst nennt sich dabei einfach: UltimusMormon. Mit zwei Sätzen leitet er jenen Thread ein, der bald über eine Million Besucher haben wird und bei Reddit ganz oben mit rangiert: „Being mormon, I can’t look at porn or nudity. So I have to get creative.” und “That’s why I invented „bubbling“. Hard to explain so just scroll down:”.

Diese Dame ist im Original übrigens bekleidet.

Seine Arbeitsgrundlage sind Fotos von Mädchen im Bikini. Er beginnt das ganze Bild in einem Bildbearbeitungsprogramm mit einer beliebigen Farbe einzufärben. Im nächsten Schritt reduziert er die Farbsättigung, so dass die Dame wieder zu Gesicht kommt und nun beginnt die künstlichere Arbeit: das Ausschneiden von Kreisen und kleinen Blasen. Um eine ästhetische Wirkung zu erzielen, achtet er auf die Symmetrie der Blasen. Wichtig ist dabei, dass Kleidungsteile der Dame von der Farbe bedeckt bleiben, so dass diese hinterher nicht mehr erkennbar sind.

Er selbst sagt: „I can’t look at porn or nudity.” und das dies der Grund sei, weswegen er das Fotobubbling entwickelt hat. Leider (oder zum Glück) sind die neuen Bilder ein Fest für die Phantasie. Während der Betrachter beim Betrachten der alten unbearbeiteten Bilder sich in einer Gewissheit baden konnte, dass jene Damen etwas an hatten und man leider nicht mehr sehen konnte, wird das bearbeitete Bild zum Geheimnis. Der Betrachter muss sich ernsthaft fragen, ob die betrachtete Dame Kleidung trägt oder nicht, denn nichts ist mehr erkennbar. Zum Glück (und zum Vorteil aller) kann die Lösung des Rätsels nur im Privaten, im Kopf stattfinden; denn die Phantasie des Betrachters entscheidet, ob die Dame einen Bikini trägt.

Mit dieser kreativen Methode hat ein Mormone Bilder von Mädchen im Bikini interessant gemacht. Ähnliches passierte auch damals, als der Reichstag verpackt wurde. Ein bekanntes Bild wird somit zu etwas besonderen, da der Betrachter nicht weiß, was sich unter der Verpackung befindet und diese Entscheidung allein seiner Phantasie überlassen ist. Dass dieses Phänomen funktioniert, beweisen die Besucher des Threads, welcher mit über eine Million Besucher fast explodiert: Interesse entsteht eben durch Ungewissheit.

Hier gehts zum Thread: Forum.Bodybuilding.com

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