Generation A+ Akzeptiert, Angepasst und Aushaltend

Eine Inhaltsangabe zu einem Buch, dass noch nicht geschrieben wurde.

A +Würden Tim, Steffan und Maria an einem amerikanischen College studieren und hätten dort die Note A+ bekommen, so hätten sie bewiesen, dass sie ein bestimmtes Wissen besitzen. Sie hatten auch bewiesen, dass sie dieses Wissen anwenden und das sie es abstrahieren können. In Deutschland könnte das A+ auch 1+ genannt werden und in der Oberstufe würde mit dem Ausdruck 15 Punkte bezeichnet werden. Die Generation A+ trägt ihren Namen nicht umsonst, denn sie ist gutgebildet und setzt das erworbene Wissen tagtäglich um. Wenig kritisch, nimmt sie soziale Veränderungen hin, ohne sich zu rühren. Ja, sogar ohne darüber zu diskutieren, denn schrecklich unpolitisch sind sie geworden. Aufgewachsen im ausklingenden Wohlstandsjahrzehnt der 90er Jahre leben sie in einer Zeit die von der Angst vorm sozialen Abstieg beherrscht ist, welcher durch die Globalisierung und Hartz IV täglich an ihre Haustür klopfen könnte.  Denn schon morgen könnte ihr Job von einem Asiaten übernommen wurden sein oder er wurde einfach weggekürzt.

Ihre Eltern wollten nur das Beste für sie und haben sie darauf getrimmt, lieber den Spatz in der Hand zunehmen, als den Versuch zu wagen, die Taube auf dem Dach zufangen. Selbst mit dieser Metapher kann die Generation A+ nichts mehr anfangen, denn durch ihren Prakmatismus hat sie das Träumen verlernt und ist nun nur noch mit den Dingen beschäftigt, von denen sie glaubt, dass sie diese beherrschen kann oder zumindest versteht. Tim sucht einen gutbezahlten Job, um nichts aus dem Mittelstand heraus geekelt zu werden. Er asoziiert sich mit der Elite und spuckt auf die Armen, auf die Unterschicht. Täglich hören er und Steffan von dieser uminösen Unterschicht. Sie glauben diese Menschen auf der Straße zu erkennen. Sie sind ungewaschen, laufen in Sporthosen rum und auf sie treffen Begriffe wie „Speckbarbie“ zu. Menschen von denen sie glauben, dass sie wenig reflektiert sind. Doch existiert diese Unterschicht überhaupt. Soll es solch ein Milieu nur geben, weil die Medien tagtäglich davon tösen? Egal ob dieses Phänomen eingebildet ist oder nicht. Es bestimmt das Sein und somit auch die Ziele dieser drei jungen Menschen. Sie wollen einen guten Job, sich absichern und gut leben, doch haben sie überhaupt den Mut dazu? Wieviel muss ihnen angetan werden, bis sie das System hinterfragen und einen kritischen Blick werfen? Generation A+ ein Trauerspiel.

Noch in keinem Verlag erschienen.

Eine Antwort zu “Generation A+ Akzeptiert, Angepasst und Aushaltend

  1. monologe 1. Dezember 2010 um 10:42

    „Noch in keinem Verlag erschienen.“ – aber schon Wirklichkeit. Es wäre somit eine Art Sachbuch, eine Analyse des derzeit vorherrschenden, vulgären Existentialismus. Eine Trauerrede – oder Grabesrede? Es würde passen in die Gedanken welten sovieler Blogger. Die schreiben etwas Analytisches und man kann dazu immer nur sagen: Sie haben ja sooo recht! Nicht weniger, aber auch nicht mehr. Das allerdings reicht nicht. Es ist notwendig, sehr notwendig, eine Gegenwelt zu kreieren, besser zu leben. Das, was Du beschreibst, findet man auch in den Geschichtsbüchern. Analysen sind wichtig, aber wo ist die bessere, mindestens andere Welt? Gäbe es diese nicht, warum und worüber beklagt man sich dann? Die meisten Leute ersaufen im Mainstream, das ist wohl richtig. Aber es nützt ja nichts am Ufer des Mainstream zu sitzen und ihn zu beschreiben, sondern da muss man die Leute woandershin führen – wenn man was Besseres weiß.

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